Eisen und Eisenbedarf in der Schwangerschaft

Warum brauche ich Eisen?

Eisen ist wichtig für die Bildung von Hämoglobin, dem Protein in den roten Blutkörperchen, das Sauerstoff zu den anderen Zellen transportiert. Es ist auch ein wichtiger Bestandteil von Myoglobin (einem Protein, das dabei hilft, Ihre Muskeln mit Sauerstoff zu versorgen), Collagen (einem Protein in den Knochen, Knorpeln und anderem Bindegewebe) und vielen Enzymen. Außerdem hilft Eisen, das Immunsystem gesund zu erhalten.

Während der Schwangerschaft steigt der Bedarf an Eisen beträchtlich. Vor allen Dingen steigt das Blutvolumen: bis fast 50 Prozent mehr steigt die Blutmenge an. Außerdem brauchen wir vermehrt Eisen für die Herstellung von Hämoglobin und für das Wachstum des Babby und der Plazenta.

Die meisten Frauen beginnen ihre Schwangerschaft ohne einen ausreichenden Eisenvorrat und können das erhöhte Bedürfnis ihres Körpers nicht erfüllen – das trifft besonders im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel zu – und der kann durch die Ernährung allein schwer gedeckt werden.

Wie viel  Eisen brauche ich während der Schwangerschaft?

Die empfohlene Menge für schwangere Frauen ist 30 Milligramm (mg) am Tag, deutlich mehr als 15 mg am Tag, als ihr brauchtet, bevor ihr schwanger wurdet.

 

Welche Lebensmittel können die Eisenresorption hemmen?

Wie ich im Video schon erwähnte gibt es Nachrungs- und Genussmittel, die die Eisenaufnahme verschlechtern. Dazu gehören z.B.:
– Oxalsäure, z.B. in Mangold, Kakao, Rhabarber, Spinat, rote Bete
– Polyphenole, z.B. in Tee (Tannine), in Kaffee (Chlorogensäure)
– Phytate, z.B. in Vollkorngetreide (durch bestimmte Verarbeitungsschritte wie mehrstufige Sauerteigführung oder langes Einweichen wird Phytinsäure teilweise abgebaut und die Eisenverfügbarkeit verbessert.)
– Kalziumsalze
– Phosphate, z.B. Colagetränke
– Lignin, z.B. in Vollkorngetreide, Leinsamen
– bestimmte Medikamente, wie z.B. Antacida (Säureblocker), Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin)u.a.

Deswegen sollte Kakao, Kuhmilch, Cola, Kaffee unbedingt vermeiden bzw stark reduziert werden.

Wenn ihr beispielsweise gegen Muskelkrämpfe im Unterleib ein Magnesiumpräparat nehmt oder Kalzium suplimentiert, solltet ihr ausreichend Pause dazwischen haben. Mein Vorschlag: morgens und mittags ein Eisenpräparat wie beispielsweise das der Eisen-Saft von Rotkäppchen und Abends ein Kalzium- und Magnesiumpräparat (beide sind gut verträglich).
Mit automotiven Grüßen

Eben bekam ich auf Facebook eine Nachricht eines Freundes, der mir berichtete, dass seine gute Bekannte (Vegetarierin) sich vom Arzt regelmäßig Eisen spritzen lassen würde, um einen Eisenmangel vorzubeugen und er fragt mich – in diesem Fall zu recht – ob es nicht sinnvoller sei, lieber ein Stück Fleisch zu verzehren.

Sich so einer Prozedur zu unterziehen grenzt meines Erachtens schon an Schwachsinn.

Deshalb möchte ich Euch über einen weiteren Mythos, dass man als Vegetarier/Veganer automatisch unter Eisenmangel leide, aufklären:

Ein Eisenmangel kann folgende Ursachen haben:

Unausgewogene Diäten, chronische Blutungen (z.B im Verdauungstrakt oder im Urogenitalbereich) Nierenerkrankungen oder Schwermetallvergiftungen.

Wichtig: Schwangere und Kinder in der Wachstumsphase haben einen erhöhten Eisenbedarf.

Auch eine Ernährung mit Kuhmilch kann bei Kleinkindern zu einem übermäßigen Verlust von Eisen über den Stuhl führen. (Mythos Milch)

Der Eisenbedarf liegt bei 10 bis 12 mg/Tag. Für die Stillzeit werden 20 mg, während der Schwangerschaft 30 mg/Tag empfohlen.

Anzeichen eines Eisenmangels

Es gibt einige Alarmsignale, die Ihr neben einer fehlenden Leistungsfähigkeit , Müdigkeit und Blässe berücksichtigen solltet.

Bilden sich Längsfurchen in den Fingernägeln oder sog. Mundwinkelrhagaden (Einrisse im Mundwinkel) kann dies bis hin zum Haarausfall auf eine Unterversorgung mit Eisen hindeuten.

Bei Kindern kann ein dauernder Eisenmangel zudem zu einer motorischen und geistigen Unterentwicklung führen.
Sportler leiden unter häufigen Muskelkrämpfen und Muskelkater und Frauen klagen häufiger über Untergewicht ihres Neugeborenen oder gar unter Fehlgeburten.

Was kann man tun. Bevor man auf die Idee kommt sich Eisen-Tabletten einzuwerfen oder sich beim Arzt Eisenspritzen zu verabreichen, sollte man folgendes über Eisen wissen.

Gerade Überdosierungen können zu einer Eisenvergiftung führen.

Nur Vitamin C kann das Eisen chemisch „reduzieren“ und dadurch erst für den Körper aufnahmebereit machen.
Ferrum, (mit der Abkürzung Fe) ist chemisch betrachtet die Bezeichnung für Eisen. Dieses Ferrum kommt üblicherweise als Fe3+ in der Nahrung vor. Als Fe 3+ ist es für den Organismus unverwertbar, es kann nur als „reduziertes“ Eisen Fe2+ vom Körper aufgenommen werden.

Wichtig ist also, auf ausreichend Vitamin C zu achten, da nur das Vitamin C das Eisen aus der Darmwand und aus der Milz befreien und ins Blut transferieren kann, um so die Zellen mit Sauerstoff zu versorgen.

Das diätetische Prinzip ist recht einfach: Vitamin C steigert die Aufnahmebereitschaft von Eisen und Kuhmilch setzt sie herab.

Übrigens wieder ein weiterer Aspekt auf Kuhmilch zu verzichten.
Den Tag würde ich mit einem Glas frisch gepresstem Glas Orangen- oder Grapefruitsaft beginnen. Man sollte echt darauf achten tagsüber frisches Obst oder rohes Gemüse zu essen. Nur so kann die Vitamin C- Versorgung gewährleistet sein.

Achtung! Sobald Obst aufgeschnitten oder gepresst wird, sprich an die Luft kommt, verliert es leider schon nach 5 Minuten stetig an Vitamin C.

Haferflocken und Vollkornbrot sind eisenreich und ideal fürs Frühstück.

Hier mal eine Auflistung der Lebensmittel mit dem höchsten Eisengehalt. Ich habe bewusst die zwei tierischen Produkte mit aufgelistet, damit Ihr Euch selbst ein Bild machen könnt, welchen Rang Fleisch beim Kriterium Eisengehalt hat.

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